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Das Unternehmen

Ein innovativ denkendes, erfolgreiches Team der Landwirtschaft
im Burgenlandkreis stellt sich vor

Mit Gründung der LPG Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre entstanden in unserer Gemeinde große zusammen-hängende Flächen, die man auch heute noch größtenteils vorfindet. DieVermögensgemeinschaft Möllern eG wurde im Jahre 1991 als einer der Rechtsnachfolger der ehemaligen LPG (P) Hassenhausen und der LPG Möllern gegründet. Damals bewirtschafteten wir 930 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche mit 45 Beschäftigten. Nach der Verschmelzung mit der Agrargenossenschaft Spielberg eG im Jahre 1993 bearbeiten wir auch Flächen in der Gemeinde Spielberg mit ihren Ortsteilen. Diese liegen im südlichen Zipfel von Sachsen-Anhalt, nahe der Landes-grenze zu Thüringen. Heute umfasst unsere Landwirtschaftliche Nutzfläche 1.919 ha  - aufgeteilt auf die Betriebe Landgut Möllern GmbH, ehemals Vermögensgemeinschaft Möllern eG und die Tochtergesellschaft Landhof Hasseltal GmbH - mit einer durchschnittlichen Bodenwertzahl von 68, die wir mit 18 Arbeitskräften bewirtschaften, darunter 5 AK ausschließlich in der Milchviehanlage.

Klimatisch gehört die Region zum mitteldeutschen Trockengebiet mit 536 mm Niederschlag (Mittel der vergangenen 25 Jahre, wobei der Niederschlag in den letzten Jahren nur noch um 450 mm betrug) und einer mittleren Jahrestemperatur von 9,6 Grad C. Eine große Ausnahme war das Jahr 2010 mit 870 mm Niederschlag.

Nach 1990 trennten wir uns von nicht kostendeckend betriebenen Produktionsrichtungen wie der Schaf- und Legehennenhaltung sowie der Rindermast. Wir spezialisierten uns ausschließlich auf die Milchproduktion und die Reproduktion unseres Kuhbestandes. Durch umfangreiche Investitionen in diesem Bereich konnten die Milchleistung und die Arbeitsbedingungen erheblich verbessert werden. 1999 gründeten wir als Tochter-unternehmen die Landservice Möllern GmbH mit 3 Arbeitskräften, welche landwirtschaftliche Lohnarbeiten wie z.B. Transporte, Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen sowie Ernte, für uns, aber auch für andere Betriebe durchführte. Diese GmbH verschmolz zum 01.01.2008 mit unserer zweiten Tochtergesellschaft zur Landhof Hasseltal GmbH. Im Februar 2011 wandelte sich die Vermögensgemeinschaft Möllern eG in die Landgut Möllern GmbH um.

           

                                                                Luftbild von Pomnitz mit Firmensitz

                    

                  

                                                                                                            Pomnitz                 

                    

 

Pflugloser Ackerbau

Konservierende Bodenbearbeitung in der Landgut Möllern GmbH

Die Landgut Möllern GmbH bewirtschaftet Flächen in einer Höhenlage von 150 bis 280 m über NN, die Böden haben eine mittlere BWZ von 68 und sind größtenteils der NStE Lö2 bis Lö5 mit Bodenart sL und lT zuzuordnen. Stellenweise gibt es auch Verwitterungsböden, starke Steinigkeit und Hangneigungen bis 18 %.
Im Bereich der Saale findet man sehr stark steinige Böden (Muschelkalk) der NStE Al 2 sowie Lö4 bis Lö6 mit Hangneigungen über 18 %.
Die ehemalige Vermögensgemeinschaft Möllern eG war einer der ersten Betriebe, die den Horsch-Airseeder als leistungsfähige und besonders für Großbetriebe geeignete Sätechnik einsetzte. Er hat sich in den zurückliegenden 16 Jahren immer gut bewährt. Seit dem Jahr 2000 kommt Raupentechnik als Zugmaschine zum Einsatz.
Durch die bandförmige Saatgutverteilung des Airseeders wird erreicht, dass die Pflanzen eine gleichmäßige Standraumverteilung haben. Das kommt dem pflanzenbaulichen Bestreben entgegen, dünne, aber gleichmäßig verteilte und entwickelte Bestände zu haben, um das nur begrenzt zur Verfügung stehende Wasser optimal zu nutzen.
Das Saatgut hat einen guten Bodenanschluss und keimt deshalb zuverlässig, auch unter den eher trockenen Bedingungen unserer Region. Seit drei Jahren setzen wir jedoch auch eine Einzelkornsämaschine Amazone mit 5,40 m Arbeitsbreite zur Aussaat von Raps, Mais und Zuckerrüben ein sowie verstärkt für die Getreideaussaat eine Drillmaschine Väderstad mit 6 m Arbeitsbreite.
Auch die bei uns in größerem Umfang anfallende Biogas-Gülle und Stallmist sind kein Hindernis für die konservierende Bodenbearbeitung. Positiv macht sich auch hier bemerkbar, dass die Tragfähigkeit des Bodens nach mehrjähriger Mulchsaat erheblich zugenommen hat. Zur Vermeidung von Ammoniumverlusten ist eine sofortige Einarbeitung mit dem Grubber oder der Scheibenegge in allen Fällen ausreichend; durch die oberflächennahe Einarbeitung verrottet auch strohreicher Stallmist rasch.
Um den Unkrautdruck gering zu halten, hat sich eine flache Stoppelbearbeitung in Verbindung mit glyphosat-haltigen Herbiziden bewährt. Wenn das Feld nach der ersten Stoppelbearbeitung wieder ergrünt ist, wird der Aufwuchs vor der zweiten Stoppelbearbeitung mit Roundup o.ä. beseitigt.
Auch den Zuckerrüben scheint die pfluglose Bodenbearbeitung besonders gut zu bekommen. In den zurück-liegenden Jahren haben wir immer mehr als 600 dt/ha, in den letzten sechs Jahren sogar über 630 dt/ha Zuckerrüben mit einer über dem Durchschnitt der Südzucker AG liegenden Qualitätszahl geerntet.

Die organischen Düngemittel werden im Herbst ausgebracht. Im Frühjahr ist dann das Stroh bereits soweit verrottet, dass man für die Saatbettbereitung und Bestellung konventionelle Technik verwenden kann. Wir arbeiten mit dem Scheibengrubber Lemken und dem Bodenbearbeitungsgerät Europak.
Zuvor wird eine Vorauflaufbehandlung durchgeführt und wie meistens üblich eine dreimalige NA-Spritzung , bei Bedarf ergänzt um Spezialherbizide.
Die Bestellung der Zuckerrüben erfolgt mit der Einzelkornsämaschine Amazone. Gerodet werden die Zuckerrüben durch die Rübenrodegemeinschaft GbR Gleina mit einer ROPA.

Ruebenroder ROPA

 

Zusammenfassung:

Die Zielstellung, mit geringem Aufwand einen hohen Ertrag mit bester Qualität zu produzieren, wurde bei uns durch die konservierende Bodenbearbeitung erreicht. Besonders wichtig war, dass damit der Arbeitszeit- und Diesel-bedarf, insbesondere auch die Maschinen- und Investitionskosten erheblich gesenkt werden konnten.
Bodenerosion stellt keine große Gefahr mehr dar; die Regenwurmpopulation hat sich verdichtet, obwohl sie in unserem trockenen Klima nie so hoch sein wird wie auf feuchteren Standorten. Zugenommen hat auch der Humusgehalt der Böden, was sich vor allem in einer verbesserten Struktur und Bearbeitbarkeit äußert.
Neben den genannten Vorteilen gibt es aber auch Probleme, die jedoch durchaus auch ohne Pflug beherrschbar sind:
Schnecken sind ein allgemeines, nicht nur durch pfluglose Bodenbearbeitung hervorgerufenes Problem. Sie sind im Raps und teilweise auch im Weizen oft bereits mit einer Rand-oder Teilflächenbehandlung zu bekämpfen.
Sehr gute Lebensbedingungen bietet die pfluglose Bodenbearbeitung jedoch den Feldmäusen, so dass eine ständige Beobachtung der Felder notwendig ist. Problemstellen und Feldränder müssen manuell behandelt werden. Der massenhaften Vermehrung der Mäuse kann außerdem durch eine tiefere Bearbeitung mit dem Grubber und dem Vermeiden von "grünen Brücken" vorgebeugt werden.
Für unseren Betrieb überwiegen die Vorteile und deshalb wird es kein Zurück zum Pflug geben.

Die konservierende Bodenbearbeitung bildet einen wichtigen Baustein im Rahmen des integrierten Landbaus, der sowohl ökonomische als auch ökologische Erfordernisse berücksichtigt.

Wissenswertes zum Ackerbau ohne Pflug

Bei weiter sinkenden Marktpreisen für Körnerfrüchte lässt sich das Einkommen in vielen spezialisierten Acker-baubetrieben nur über eine spürbare Senkung der Produktionskosten sichern. Eine kostensparende Alternative ist der Pflugverzicht.
Diese Maßnahme allein reicht aber nicht aus. Erfolgreicher Ackerbau ohne Pflug erfordert auch ein Überdenken sämtlicher produktionstechnischer Maßnahmen auf dem Feld, von der Saat bis zur Ernte, von der Düngung bis zum Pflanzenschutz. Ackerbau ohne Pflug lässt sich mit unterschiedlichen Geräten und Verfahren erfolgreich praktizieren, für deren Auswahl und Einsatz es keine fertigen Rezepte gibt.

Auf welchen Standorten lässt sich pflugloser Ackerbau praktizieren?
Erfahrungen aus der Praxis und wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass der Boden (Typ und Art) nicht der begrenzende Faktor für den Erfolg pflugloser Verfahren ist, sondern letztlich nur der Bodenzustand entscheidend ist. Es kommt darauf an, Bodenverdichtungen zu vermeiden bzw. zu beseitigen und ein ausreichend großes, vom Ober- zum Unterboden durchgehendes Grobporensystem zu schaffen bzw. zu erhalten.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass letztlich die meisten ackerbaulich genutzten Böden auch ohne Pflug erfolgreich bewirtschaftet werden können.
Nach Raps, Rüben oder Mais folgt häufig zweimal hintereinander Winterweizen und danach eine Sommerung, ob Getreide oder Leguminosen. Damit verringern sich Probleme bei der Unkrautbekämpfung und beim Pflanzen-schutz.

Veränderungen im Boden
Langjähriger Pflugverzicht verändert die Bodenstruktur erheblich. Je nach Wahl des Verfahrens, ob mit oder ohne Lockerung, nimmt die Dichte des Bodens mehr oder weniger zu. Trotz dichterer Lagerung kommt es aber nicht zu wachstumsbegrenzendem Luftmangel, weil durch Erhöhung des Regenwurmbesatzes und alte Wurzelkanäle ein durchgehendes Grobporensystem aufgebaut wird.
Oberflächennahes Einarbeiten von Pflanzenresten und nichtwendendes Lockern führen zu einer Anreicherung von organischer Substanz und Nährstoffen in der obersten Bodenschicht. Die um ein Vielfaches gestiegene Regenwurmtätigkeit trägt dazu bei, dass eine Verlagerung von Nährstoffen auch in tiefere Bodenschichten erfolgt. Der Aufwand an Düngemitteln in erfolgreich pfluglos wirtschaftenden Betrieben ist nicht höher als bei konventi-oneller Wirtschaftsweise,eventuell sogar niedriger.
Ein weiterer Effekt ist die Erhöhung der Gefügestabilität, welche - in Verbindung mit der Anreicherung organischer Substanz in der obersten Bodenschicht - die Tragfähigkeit und damit die Befahrbarkeit der Böden vor allem im Frühjahr verbessert.
Außerdem entsteht in Verbindung mit der oberflächennahen Mulchschicht, die Verschlämmungen verhindert, ein wirksamer Erosionsschutz.

Pflanzenschutzaufwand
Auch Unkräuter und Ungräser sind ohne höheren Herbizidaufwand beherrschbar. Bei kontinuierlichem Pflugver-zicht verändert sich die Pflanzenartenzusammensetzung und Unkraut läuft häufig früher auf.
Wahl und Einsatz der Herbizide müssen diesen Änderungen angepasst werden. Nach mehrjährigem Pflugverzicht ist auf einigen Standorten eine deutliche Zunahme von Trespen zu erwarten. Neben einer vorbeugenden mechanischen Behandlung der Feldränder mit Pflug oder Grubber lassen sie sich mit einigen Herbiziden gut in Raps oder Leguminosen bekämpfen.
Schnecken sind allgemein zu einem größeren Problem geworden, unabhängig davon, ob man pflügt oder nicht.

Sie werden jedoch als lösbares und nicht als spezielles Problem des pfluglosen Ackerbaus betrachtet.
Eine größere Gefahr geht, wenn auch nur in Einzelfällen, von Mäusen aus.

Fazit
Praktische Erfahrungen auf unterschiedlichen Standorten und mit unterschiedlichen Fruchtarten bestätigen, dass auch ohne Pflug und ohne Mehraufwand an Düngung und Pflanzenschutz gleich hohe Erträge erreicht werden können. Ein wesentlicher Vorteil liegt jedoch in der deutlichen Minderung des Arbeitszeit- und Energiebedarfs, der sich um etwa 50-70 % reduziert. Dafür verdoppelt bis verdreifacht sich die Flächenleistung mit einer Steigerung der Schlagkraft, wichtig in Zeiten mit Arbeitsspitzen.
Damit verbunden sinken die Kosten der Arbeitserledigung. Der Spareffekt bei Maschinen- und Lohnkosten ist in größeren Betrieben besonders deutlich und wirtschaftlich nicht zu unterschätzen.
Wichtig ist, dass diese Kostensenkung ohne Mehraufwand an Chemie und ohne Mindererträge erreicht wird.
Die wichtigsten Vorteile der pfluglosen Bodenbearbeitung sind nach Meinung von Praktikern, die seit vielen Jahren diese Wirtschaftsweise betreiben, die deutliche Kosteneinsparung bei gleichem Ertragsniveau ohne Mehraufwand an Düngung und Pflanzenschutz bei gleichzeitiger Verbesserung der Bodenstruktur und des Wasserhaushaltes und Verringerung der Erosion.

Voraussetzung für derartige Erfolge ist eine Umstellungsphase von etwa 3 bis 5 Jahren, in der sich Bodenstruktur und -leben ändern und ein neues Gleichgewicht erreichen.
Neben Wissen und Können kommt es aber auch auf die Bereitschaft an, aus Rückschlägen zu lernen und nicht aufzugeben. Pflügen ist einfacher.
Pfluglos wirtschaften ist keine Ideologie, sondern die Folge eines ökonomischen und ökologischen Entscheidungsprozesses von verantwortungsbewusst und unternehmerisch denkenden Landwirten unter dem immer mehr zunehmenden Zwang zur Kosteneinsparung und Rentabilität der Produkte!

Zudem wird die pfluglose Bewirtschaftung durch das MSL-Programm des ALFF Sachsen-Anhalt finanziell gefördert.

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